Mittwoch, 19. Dezember 2018, 08:17 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Bärbel

Blumenwiesen-Genießer

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2010

Beiträge: 725

1

Freitag, 3. Februar 2012, 07:34

Bedenkliche Entwicklung!

Gewalt gegen Männer

von Hans Grosseggers

"Was sind das für Frauen, die zu so etwas fähig sind", fragt man sich
unwillkürlich angesichts des neuesten Falles von gefährlicher
Vernachlässigung, der sich letztes Wochenende in Dortmund ereignete.

Wie erst jetzt bekannt wurde, befreite die Polizei am Sonntag gegen
Mittag in Eving aus einer Hochparterrewohnung einen kurz vor dem
verdursten stehenden, schlecht ernährten 37-jährigen Mann. Nachbarn
hatten die Ordnungshüter alarmiert.

Die Lebensgefährtin des Mannes, war am Morgen für ein paar Stunden mit
den Kindern zu den Großeltern gefahren.

In der Wohnung fanden die Mitarbeiter der Polizei keinerlei
altersgerechte Getränke.
"Nur Wasser, Tee und Säfte, so was habe ich noch nie gesehen", so der
noch sichtlich mitgenommene Polizeibeamte.
Er und seine Kollegen erleben so einiges, aber in jener Wohnung fanden
sie nicht einmal genügend Nahrung für eine einzige Männermahlzeit. Nur
Müsli, Milchprodukte und Rohstoffe wie Kartoffeln, Reis oder Eier, die
vor dem Verzehr erst noch verarbeitet werden müssten, befanden sich in
der Küche.

Die Regale der Wohnung quollen über von kulturwissenschaftlicher
Fachliteratur.
Aber es fand sich keine einzige Männer-, Auto- oder Fußballzeitschrift.
Auch kein Fernseher.
Die Beamten brachten den Mann in eine Kriseneinrichtung der
gastronomischen Hilfe, dem "Klein´s Brauhaus" in der Bahnhofstraße.
Der Leiter der Einrichtung päppelte den Mann persönlich mühsam über
Stunden mit Bier und Korn wieder auf. Mitarbeiter des zuständigen
Pizzaservice verteilten Notrufnummern in der Nachbarschaft.

"Warum erst jetzt!?" fragten einige?

Oftmals sind Männer, die Opfer dieser Form von Vernachlässigung geworden
sind, schlicht und einfach nicht in der Lage, selbst um Hilfe zu bitten.
Seit sich schnurlose Telefone in den Haushalten allgemein durchgesetzt
haben, wissen oft nur noch die Frauen, wo in der Wohnung sich diese
Telefone befinden.

Junge Frauen seien mit der Haltung und Pflege eines Mannes häufig
überfordert. Der zuerst possierlich wirkende Mann werde schnell zu einer
Belastung, wenn er nach der Balz seine typischen Verhaltensweisen der
Sesshaftigkeit ausbilde. Spätestens wenn die ersten Kinder da seien,
bleibe den Frauen neben ihrer Berufstätigkeit kaum noch Zeit für den
Mann. Böse Absicht sei es eigentlich so gut wie nie, die Frauen dazu
bewege, ihren Mann alleine zu Hause zu lassen. Aber Fälle wie dieser
erschüttern auch die Einsatzkräfte. "Der Ärmste hat bloß noch 90 Kilo
gewogen." Fassungsloses Kopfschütteln.

Dem Mann geht es glücklicherweise wieder den Umständen entsprechend gut.
Aber das Entsetzen bleibt. Nachbarn und Anwohner stellten Flachmänner
und Sixpacks unter dem Balkon des Opfers auf und entzündeten Kerzen.

Auf einem handgeschriebenen Zettel steht die Frage: "Warum?"
Sie bewegt hier alle.
  • Zum Seitenanfang

Lonie

Super Moderator

Registrierungsdatum: 18. Dezember 2010

Beiträge: 1 703

2

Freitag, 3. Februar 2012, 08:26

Da hat mein Mann aber Glück, dass die Kinder schon groß sind und ich mich wieder ihm widmen kann!!!! :thumbup:
Der Mensch kann bei fast allem erfolgreich sein, wenn er unbegrenzte Begeisterung mitbringt. (G.Schwab)
  • Zum Seitenanfang

verbena

arbeitende Grille;)/musizierender Maulwurf

Registrierungsdatum: 19. Dezember 2010

Beiträge: 619

3

Freitag, 3. Februar 2012, 11:47

Ich kenne einige Männer im Bekanntenkreis, zu denen der Artikel passt, außer bei den alkoholischen Getränken, die brauchen sie nicht, aber sonst machen sie haushaltsbezogen einen hilflosen Eindruck, grrrhh.
Mein Mann hat über 20JAhre lang alleine gelebt, ist also in der Lage, sich selbst zu versorgen und mich mit, falls das nötig ist.
Der Artikel ist sicher lustig gemeint und ich habe auch geschmunzelt...., aber trifft eben auch in einigen Punkten ins Schwarze!
Es gibt Augenblicke, in denen eine Rose wichtiger ist als ein Stück Brot. RM Rilke
  • Zum Seitenanfang

uetsch

Schüler

Registrierungsdatum: 18. Dezember 2010

Beiträge: 101

4

Freitag, 3. Februar 2012, 12:35


Hier möchte ich mal eine andere Seite der "Haltung possierlicher Männchen" aufgreifen. Sicher, oft ist es tatsächlich so wie dargestellt, dass ältere männliche Mitbewohner der Vernachlassigung anheim fallen, wenn nach der Balzzeit der oft anstrengende Teil der Zweisamkeit beginnt. Doch meistens wurden diese Männchen von ihren Eltern nicht rechtzeitig auf diesen Lebensabschnitt vorbereitet, so dass dieser sehr anstrengende Part dann leider dem weiblichen Geschlecht überlassen bleibt. Wenn dann diese Lehrzeit noch mit der Zeit der Aufzucht der Jungen zusammen fällt, ist die Gattin oft heillos überfordert, so dass die Beschaffung altersgerechter Lebensmittel und Freizeitgestaltung für die Männer oft auf der Strecke bleibt. Glücklich jedes weibliche Mitglied einer jeden Gesellschaft, dem es trotz Mehrfachbelastung (die da wären: Beruf, Kinder, Haus und Garten) gelungen ist, den männlichen Partner dahingehend anzulernen, den Weg zum nächsten Supermarkt zu finden ............................ :D :D :D :D :D :D

Mein Mann hat diesen Weg schon so verinnerlicht, dass er mittlerweile auch an andere als nur männliche Accessoires denken kann *kugelmichvorlachen*

Einen schönen Tag wünscht euch Ute

  • Zum Seitenanfang

Annie

Wald-und-Wiesen-Streunerin

Registrierungsdatum: 18. Dezember 2010

Beiträge: 762

5

Samstag, 4. Februar 2012, 01:12



erschütternd, dieser Fall von nicht artgerechter Haltung!

ich hab meinen ja damals am Familiengericht abgegeben, weil ich überfordert war - mir hatten einfach das nötige Einfühlungsvermögen und die Kompetenz gefehlt, um seine nächtlichen promilleinduzierten Aggressionsschübe mit der nötigen Empathie behutsam zu begleiten. es war besser für ihn, ihn in die Wildnis und das sanfte, rauchschwadengedämmte Licht diverser Kneipen zu entlassen, die sich seiner verständnisvoll angenommen haben.
ja, ich habe die richtige Entscheidung getroffen, auch wenn ich lange dachte, ohne den Duft von Bierfürzen im Schlafzimmer nicht leben zu können und das Auto mir immer erschreckend defekt vorkam, weil plötzlich das klirren von herumrollenden leeren Flaschen unter den Sitzen fehlte..

inzwischen hab ich schon seit mehreren Jahren in verantwortungsvollem Herantasten an die Aufgabe, einen regelmäßigen Wochendend-Ausführdienst für einen frauchenlosen Ausgesetzten übernommen. er war glücklicherweise sehr gut erzogen, nur etwas vernachlässigt. die gemeinsamen Gassigänge in freier Natur und auch in Läden genießen wir beide sehr. ich bin aber doch froh, die Verantwortung für so ein zerbrechliches Wesen nach einigen Stunden immer wieder abgeben zu dürfen. es ist halt doch eine sehr komplexe Aufgabe.
  • Zum Seitenanfang
  • Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Annie« (4. Februar 2012, 01:14)

Bärbel

Blumenwiesen-Genießer

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2010

Beiträge: 725

6

Samstag, 4. Februar 2012, 06:29

:thumbsup: :D :thumbsup: :D :thumbsup: :D :thumbsup: :D :thumbsup: :D

Klasse!
Der Mathias meinte, ich solle vielleicht doch mal weg gehen, wenn er so auf 90 kg kommt 8)
  • Zum Seitenanfang